Rituale für Berufs- und Privatleben schaffen

Wie oft können wir Sportler beobachten, die sich vor dem Start oder vor dem Beginn eines Wettkampfes mit sogenannten Ritualen in "Stimmung" bringen. Es sind bestimmte Bewegungen kombiniert mit Glaubenssätzen, die den Sportlern in entscheidenden Momenten Kraft, Energie und höchste Konzentration verschaffen.

Dabei werden  gezielte  Handlungen im Vorfeld beim "Trockentraining" einprogrammiert und mit Bewegungen, Bildern sowie Glaubenssätzen im Unterbewusstsein verankert. Im entscheidenden Moment (beim Wettkampf), ist die Person binnen weniger Sekunden in der Lage, die gewünschten Handlungsabläufe abzurufen. Beobachten Sie einmal bewusst einen Skispringer oder einen Skirennläufer beim Start. 


Die Durchführung von Ritualen kann auch zur Abgrenzung oder Trennung in belastenden Situationen dienen. Nützen Sie auch im täglichen Leben die Kraft der Rituale. Wenn Sie  z.B. nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen, setzen Sie bewusst ein Zeichen, das sie Ihr Berufsleben an diesem Tag hinter sich lassen. Die Zeit gehört nun Ihrer Familie, Ihren Freuden oder Ihrem Hobby. Gedanken an den Beruf haben nun keinen Platz mehr. Das Ritual kann zum Beispiel eine innige Umarmung Ihres Partners sein, oder das Abstellen der Aktentasche. Damit lassen Sie die belastenden Gedanken oder Ereignisse im Berufsalltag. Entscheidend dabei ist die Kombination aus manueller Handlung und gedanklicher Veränderung. Hilfreich kann ein bestimmter Satz wie zum Beispiel: "Jetzt genieße ich meine Freizeit", sein. Die Umarmung signalisiert nun,  im Privatleben "angekommen" zu sein. Auch das Ausziehen der Arbeitsbekleidung kann ein solches Zeichen sein. Wenn Sie dieses Ritual regelmäßig durchführen, werden Sie bemerken, wie Sie Ihre Gedanken vom Arbeitstag in eine andere Richtung bringen können.


Das bewusste Einsetzen von Ritualen hilft Ihnen abzuschalten, und Ihre Gedanken auf angenehme, positive Dinge zu lenken. Da die Gedanken auch unser Handeln beeinflussen, verändert sich durch Rituale auch unser Tun.