Tag 4: Regen, Regen und nochmals Regen

Sah es am dritten Tag des Race Across America danach aus, der Slowene Jure Robic würde still und heimlich an der Spitze seinen Vorsprung ausbauen, holte Wolfgang Fasching am vierten Tag auf! Nach der Hälfte des Rennens, bei der 30. von 58 Zeitstation in Fort Scott, liegen die beiden wenige Stunden getrennt in Führung. Der Schweizer Daniel Wyss und der Österreicher Gerhard Gulewicz haben zwei Zeitstationen Rückstand.

'Wolfgangs Schlafpause gestern wurde spät angesetzt, um den LaVeta und den Wolf Creek Pass noch fertig zu fahren. Danach folgten 1:25 Stunden Pause mit 50 Minuten Schlaf. Er schläft nach eigenen Aussagenrecht gut und fest. Es hat wieder den ganzen Tag geregnet. Wolfgang ist völlig durchnässt, kam aber nur zwei Mal ins Wohnmobil, um Handschuhe und Kopfbedeckung zu wechseln. Die widrigen Witterungsbedingungen steckt er aber sehr gut weg, denn Regen verträgt er besser als die permanente Hitze', beschreibt Wolfgangs Ehefrau und Managerin Doris. 

Laut Offiziellen ist das bisherige Race Across America das kälteste und nässeste Rennen der Geschichte. 'An Tristesse ist die Gegend hier kaum zu überbieten. Es ging 150 Meilendurch die totale Einöde. In Colorado gibt es nur gerade Straßen und keine Infrastruktur. Bei einer Haustankstelle bekamen wir den dringend nötigen Benzin fürs Betreuerauto, das Wohnmobil musste ohne Sprit weiterfahren, weil nichts mehr da war. 'Hier kommen nur selten Leute vorbei', sagte uns der Tankwart. Aber die Leute hier sind sehr freundlich, interessieren sich für das Rennen. Sie bieten uns Hilfe inallen Belangen an', beschreibt Doris. 

RAAM mit Guarana und Grünem Tee!

Die Blutwerte von Wolfgang Fasching sind am vierten Tag in Ordnung, gut vorbereitet tritt er durch die vierte Nacht. 'Bei diesem letzten Race Across America wollten wir einiges neu machen:Neben der tollen Klimabekleidung von der Firma Internova aus Linz, die sich super bewährt hat, trinkt Wolfgang viel Grünen Tee und nimmt Guarana-Kapseln. Der Grund? Guarana hat die gleiche Wirkung wie Koffein, auf das er hier völlig verzichtet. Der Vorteil von Guaranaist, dass man nicht müde wird, wenn man zu viel davon einnimmt. Beieinem seiner acht RAAM-Teilnahmen hatten wir einen Betreuer, der nebensechs Kaffees vier Red Bull getrunken hat. Die Folge war, er schliefzehn Stunden durch! Das wäre für Wolfgang katastrophal', sagt Doris.