Der letzte Tag ist für Fasching angebrochen

Seit Sonntag, den 10. Juni, sitzt Wolfgang Fasching beim Race Across America im Sattel. In den letzten beiden Tagen führte die Strecke durch die Appalachen. 'Nach den Regentagen wurde es wieder sehr heiß. Wolfgang ist gestern Nacht ohne Pause durchgefahren, machte zuvor ein kleines Nickerchen. Das Rennen ist heuer sehr schwer: Erstens verlangt die Streckenführung alles ab und außerdem hat er immer Druck von hinten', analysiert Doris Fasching. In Führung liegt weiterhin ganz klar der Slowene Jure Robic, der die drittvorletzte Zeitstation passiert hat. Wolfgang liegt kurz vor der 54. von 58. Time-Stations wie seit Tagen an der zweiten Stelle. Sein Landsmann Gerhard Gulewicz hat seinen dritten Platz gegen den Schweizer Daniel Wyss gefestigt.

,In der vorletzten Nacht legte Wolfgang Fasching eine längere Schlafpause ein: 'Er war plötzlich desorientiert und hatte Konzentrationsprobleme auf dem Rad. Das Tempo konnte er in den letzten beiden Tagen trotzdem noch in die Höhe schrauben. Freude bereitet ihm, dass sich die Arbeit bezahlt macht - nämlich den Abstand zu Gerhard konstant zu halten.'
Wolfgangs größtes Problem ist weiterhin der Nacken. Durch die Kopfhaltung hat er ein eingeschränktes Sichtfeld, dadurch müssen ihm teilweise Betreuer den Weg ansagen. 'Er kann fast nicht mehr den Kopf heben
' beschreibt Mechaniker Michael.

Heute Mittag (ca. 21:00 Uhr MEZ) rechnet die Fasching-Crew mit dem Zieleinlauf in Atlantic City. Dieses, sein achtes und letztes Race Across America, hat Wolfgang Fasching vor allem aus medizinischer Sicht alles abverlangt. Der dreifache Sieger: 'Ich habe noch nie so ein schwieriges RAAM erlebt. Vor allem haben mich die gesundheitlichen Probleme, wie der Nacken, selten so behindert.' Die gesamte Fasching-Crew freut sich nach den strapaziösen letzten acht Tagen auf das Ziel, und Wolfgang Fasching auf seine wohlverdiente 'Pension'.