Platz 2. bei Le Tour Direct

Wolfgang Fasching erreichte gestern um 21:04 Uhr in Gilze-Rijn (Holland) das Ziel des Le Tour Direct, das über die traditionsreichsten Etappen und Pässer der Tour de France führte. Für die Renndistanz von insgesamt 4.069 Kilometern benötigte der Wahl-Oberösterreicher 8 Tage, 2 Stunden und vier Minuten und beendete das Rennen auf dem zweiten Platz. Der Sieg ging an Jure Robic, der gestern um 14:40 Uhr das Ziel erreichte. Dritter wurde Marko Bahlo.


In den vergangenen Tagen wollte Wolfgang Fasching den Führenden Jure Robic unbedingt noch abfangen. Doch auch die letzten beiden schlaflosen Nächte haben an der Rennsituation nichts mehr geändert. "In der letzten Nacht hätte Wolfgang eine Stunde schlafen können. Aber er hat darauf verzichtet und sich zum Durchfahren entschieden. Er legte lediglich einen Power-Schlaf, der zehn Minuten dauert, ein. Das Problem bei dieser extrem kurzen Schlafpause ist aber, dass man sich davon nur schwer wieder erholt", meinte Doris Fasching. Während des achttägigen Rennens hat Wolfgang Fasching nur 6:40 Stunden geschlafen!

Wolfgang Fasching selbst ist mit seiner Leistung beim Le Tour Direct sehr zufrieden: "Vom Start weg hatte ich immer ein gutes Gefühl, ich legte mir auch vor dem Rennen weniger Druck auf als beim RAAM. Gesundheitlich ist auch alles im Lot. Natürlich gibt es bei solchen langen Rennen immer kleine Schmerzen, aber theoretisch könnte ich morgen schon wieder spazieren fahren. Die linke Hand schmerzt nach dem Bruch, aber die Probleme mit der eingegipsten Hand haben sich in Grenzen gehalten."
 
Die Fasching-Crew hat wie bereits angekündigt gegen den Sieger Jure Robic Protest eingelegt. Die Organisatoren haben den Protest akzeptiert und werden bis morgen eine Entscheidung fällen, welche Folgen die unfaire Fahrweise von Jure Robic haben wird. "Wir haben unsere Protest dokumentiert und eingelegt. Jetzt sind wir gespannt, wie die Entscheidung aussehen wird", meint Doris Fasching nach Wolfgangs Saisonhöhepunkt des Jahres. "Ich sehe das gelassener. Jure hat mich jetzt zwei Mal hintereinander geschlagen, zuletzt beim RAAM. Für mich ist er aber weiterhin kein Angstgegner. Wenn er gewinnt, sollte dieser Sieg aber auf faire sportliche Weise zustande kommen", sagt Wolfgang Fasching.