5. Tag: Wolfgang gibt Gas

Der fünfte Tag beim Le Tour Direct ist angebrochen. Wolfgang Fasching hat die 23. Zeitstation in Villecomtal sur Arros absolviert. 2.420 von insgesamt 4.069 Kilometern oder in Höhenmetern ausgedrückt 35.214 von 47.193 sind geschafft.


Die größten Berge hat Wolfgang überstanden, heute früh bezwang der dreifache Sieger des Race Across America mit dem Col d'Aspin den letzten schweren Pass in den Pyrenäen. Die Situation im Rennen ist gleich geblieben: Wolfgang liegt weiterhin hinter Jure Robic. Doch Fasching rückt dem Führenden, der laut inoffiziellen Informationen seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen muss, auf die Fersen.
 

Wolfgang gibt Gas

Seit den gestrigen Abendstunden fährt Wolfgang Fasching wie ausgewechselt. Nach einer eineinhalbstündigen Pause mit rund 1:05 Stunden Schlafzeit hat der gebürtige Steirer die letzten Pyrenäen-Berge im Eiltempo genommen. "Körperlich ist er weiterhin voll da. Er gibt jetzt richtig Gas. In den ersten beiden Tagen ist er meiner Meinung nach zu verhalten gefahren. Wahrscheinlich lag es daran, dass er zu viel Respekt vor den großen Bergen hatte. Die sind jetzt zum Glück vorbei. Wolfgang fährt jetzt schneller als in den ersten 48 Stunden", sagt seine Ehefrau Doris. Auf die Frage, wie es um die Siegchancen steht, meint Doris: "Wolfgang sagt immer, das Rennen ist noch lange. Den Sieg hat er immer noch vor Augen. Die vier Stunden Rückstand kann er noch aufholen."

Fasching donnert in Felsen!

Das Wetter ist schon seit gestern sehr unbeständig. Mal schüttet es wie aus Kübeln, dann folgt wieder Sonnenschein. Knapp nach vier Uhr morgens, nach seiner Schlafstunde, wurde die Fasching-Crew aber vom Wetter abgelenkt, sie erlebten eine Schrecksekunde: "Wir befanden uns gerade bei einer Abfahrt, als Wolfgang plötzlich auf dem Rad einschlief. Er raste in einen Felsen und zertrümmerte sein Vorderrad. Zum Glück ist er nicht gestürzt, er konnte mit den Radschuhen noch Geschwindigkeit abfangen", meinte Doris. 

"Leap-froging" auf der N21

Die Radrennfahrer verursachen auf der stark befahrenen N21 lange Autokolonen. Darum verordnet die Rennleitung "Leapfroging", was bedeutet, dass die Radrennfahrer nicht mehr aus dem Pacecar betreut werden dürfen. Das Betreuerauto muß vorfahren und die Crew darf den Rennfahrer nur noch vom Strassenrand betreuen. Auch beim Race across America ist "Leap-froging" in manchen Bundesstaaten die einzige erlaubte Betreuungsmöglichkeit.