3. Tag: Wetterumschwung nach Alpe d'Huez

Wolfgang Fasching durchquert beim Le Tour Direct die französischen Alpen. Den Kult-Berg hinauf nach Alpe d'Huez hat der 38-Jährige schon bewältigt, jetzt befindet er sich nach der 14. Zeitstation Tallard am Fuße des Mont Ventoux. Nach wie vor liegt der Wahl-Oberösterreicher an der zweiten Stelle hinter Jure Robic. Der Abstand zum Spitzenreiter variiert immer zwischen einer und fünf Stunden. Je nachdem, wer wann pausiert.

Die Wetterbedingungen beim Le Tour Direct erinnern schon ein bisschen an das Race Across America. Nach der Hitzewelle der letzten Tage folgte heute die Ernüchterung. "Gestern war es richtig heiß und heute haben wir gerade mal acht Grad Celsius. Außerdem regnet es schon seit dem Morgen. Ein Highlight der Tour ist sicher der Aufsteig nach Alpe d'Huez. Die Abfahrt vom wohl bekanntesten Berg der Tour ist so schlecht, dass Wolfgang sich ein Mountainbike wünscht. "Jetzt weiß ich, wieso in Alpe d'Huez eine Bergankunft ist und keiner mehr da runter fährt", bemerkt Fasching nüchtern auf der unwegsamen Abfahrt nach Einbruch der Dunkelheit. Die Nacht verläuft hervorragend. Die Berge Col de L'autaret und Col d'izoard stehen am Nachtprogramm. Die erfahrene Nachtcrew,  mit Ocenasek, Weixlbaumer und Furtner alles rennerfahrene Leute, unterhält Wolfgang über Funk mit lustigen Geschichten und Episoden aus vergangenen Rennen. Unser Doktor spielt die am Nachmittag gedrehten Interviews mit der Crew über Lautsprecher, um etwas vom Schlaf abzulenken. Mit sichtlichem Erfolg: Erst knapp vor vier Uhr morgens hat er zwei Stunden pausiert und etwas mehr als eine Stunde geschlafen. Gesundheitlich geht es dem dreifachen Sieger des Race Across America weiterhin sehr gut. Bisher blieb er von gröberen Problemen verschont.