1. Tag: Duell an der Spitze

Gestern fiel um 19:00 Uhr in der holländischen Stadt Gilze-Rijn der Startschuss zum Le Tour Direct. Heute passierte Wolfgang Fasching um 12:50 Uhr die fünfte Zeitstation in Toul. 520 von über 4.000 Kilometer und 4.300 von 47.000 Höhenmetern hat der 38-Jährige bereits passiert. Von Beginn an fand Wolfgang seinen Rhythmus und liegt derzeit an der zweiten Stelle. In Toul betrug sein Rückstand auf den Führenden Jure Robic zwölf Minuten. Der Dritte Marko Bahlo lag 25 Minuten hinter dem Wahl-Oberösterreicher und sein Rückstand wird größer.

Kurioses Roadbook lässt Teilnehmer verzweifeln
Fasching und Robic liefern sich derzeit ein umkämpftes Rennen an der Spitze. Mal liegt Wolfgang drei Minuten hinter dem Führenden, mal sind es zehn Minuten. "Wolfgang fährt ein super Rennen, hat bisher überhaupt keine Probleme. Das Tempo ist trotz des hügeligen Geländes sehr hoch, bewegt sich bisher immer zwischen 30 und 40 km/h", sagt seine Ehefrau Doris. Probleme bereitet aber nicht nur der Fasching-Crew das Roadbook, das schwer zu lesen ist: "Wir haben uns bisher schon mindestens zehn Mal verfahren. Auch den anderen Startern geht es nicht besser. Jure hat angeblich bereits das Rad in den Graben geworfen, weil er so wütend darüber war. Ich hoffe, wir bekommen die kuriosen Wegbeschreibungen in den Griff. Einzig positiv daran war in der ersten Nacht, dass Wolfgang nicht müde wurde und nichts geschlafen hat. Denn er hat sich die ganze Nacht hindurch ständig über das schlechte Roadbook aufgeregt!"

Gesundheitlich gibt es beim dreifachen Race Across America-Gewinner Fasching keine Probleme. Auch die eingegipste Hand, wo er sich den rechten Daumen vor einigen Wochen drei Mal gebrochen hatte, hält.