Der 2. Gipfel: Wolfgang Fasching besteigt erfolgreich den Elbrus

Am Dienstag, den 20 Mai, stand Wolfgang Fasching auf dem zweiten von sieben Gipfeln des Projekts Seven Summits – die Besteigung der sieben höchsten Gipfel der sieben Kontinente. Der Wahl-Oberösterreicher stand auf dem 5.642 Meter hohen Elbrus, dem höchsten Berg Europas.

Der Elbrus ist der höchste Berg Europas – auch wenn die meisten Menschen denken, das sei der Mont Blanc. Doch der Mont Blanc ist lediglich der höchste Berg der Alpen. Das geografische Europa erstreckt sich im Osten bis zum Ural Gebirge und im Süden bis zum Kaukasus. Der Elbrus liegt zwar in der unmittelbaren Nähe des Kaukasus, jedoch steht er auf russischem Boden elf Kilometer nördlich der eigentlichen Gebirgskette. Mit 5.642 Metern Höhe ist der erloschene Vulkan der mächtigste Berg seiner Umgebung.
Der Elbrus, der wegen seines harten Klimas auch „kleine Antarktis“ genannt wird, machte bei Wolfgang Faschings Besteigung seinem Namen alle Ehre. Obwohl, es hätte noch schlimmer kommen können, so der Extremsportler: „Die Schwierigkeit des Berges ist nicht die Steilheit, sondern der Wind und die Kälte, das raue Klima. Um drei Uhr morgens brach ich mit einem Spanier und einem Russen vom 3.800 Meter hohen Basislager auf. Und es war in den Morgenstunden sehr, sehr kalt. Zum Glück erlebten wir schließlich einen wunderschönen Bergsteigertag, der nicht besser hätte sein können. Um elf Uhr vormittags stand ich am Gipfel des Elbrus. Der Aufstieg zum Gipfel war anstrengend, und beim Abstieg merkte ich doch die Anstrengungen des langen Tages, die Kälte und die Höhe.“
Vor dem Abflug nach Russland verbrachte Wolfgang Fasching noch vier Tage am Großglockner, zwecks Akklimatisierung: „Das hat sich bezahlt gemacht. Ich habe am Glockner auf rund 3.000 Metern übernachtet und konnte so meinen Körper perfekt auf die Elbrus-Besteigung vorbereiten.

Jetzt folgt der Kilimandscharo

…Zwei der sieben Gipfel von Seven Summits – der Mount Everest und der Elbrus – sind geschafft. Im August wird Wolfgang Fasching den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo, besteigen: „Er ist sicher einer der leichtesten Berge. Aber unterschätzen darf man keinen.“ Danach geht es im November Richtung Antarktis, wo der 4.897 Meter hohe Mount Vinson bestiegen werden soll. „Und eine Woche später möchte ich gleich den Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas, anhängen. Damit gehe ich den Flugstrapazen aus dem Weg.“