Wolfgang Fasching ist nicht der erste, der die höchsten Berge aller Kontinente bestiegen hat – dies realisierten bereits die Amerikaner Dick Bass und Pat Morrow Mitte der 1980er Jahre. Doch auch Fasching war (und ist) fasziniert von den "Seven Summits": das sind die sieben höchsten Gipfel der sieben Kontinente: Elbrus in Europa, Mt. Everest in Asien, Carstensz Pyramide in Australien/Ozeanien, Kilimandscharo in Afrika, Mt. Vinson in der Antarktis, Aconcagua in Südamerika und Mt. McKinley/Denali in Nordamerika. Nur wenige Österreicher, keine zehn an der Zahl, haben die „Seven Summits“ bestiegen, und es ist ein Begriff, der jedes Bergsteigerherz höher schlagen lässt.
Denn die „Seven Summits“ besteigen heißt nicht nur, ein herausragender Höhenalpinist zu sein – der Mount Everest ist (bekanntlich) 8850 m hoch, heißt nicht nur, klettertechnisch den Schwierigkeitsgrad fünf an der Carstensz-Pyramide bewältigen zu können. Diese sieben Gipfel zu erklimmen heißt auch, klimatischen Widrigkeiten und logistischen Herausforderungen Herr zu werden. Die „Seven Summits“ sind eine Weltreise, mit all den Sonnen- und Schattenseiten einer Weltreise.
Wolfgang Fasching hat im Rahmen seines Projekts, das von verschiedenen Unternehmen gefördert wurde, alle sieben Gipfel bestiegen. Doch wer in seinem Buch „Seven Summits. Erlebnisse – Erfahrungen - Erkenntnisse“ ein Tagebuch, einen Reisebericht vermutet, wird eines besseren belehrt. Wolfgang Fasching blickt ungleich tiefer. So schreibt er beispielsweise über die Bemühungen, die Antarktis frei von aller Umweltverschmutzung zu halten und die Spuren des Menschen im Himalaja zu minimieren. Er berichtet über die größte Goldmine der Welt und Menschenrechts-Verletzungen in Indonesien. Er vergleicht den Lebensstil der Menschen in Afrika mit jenen in Europa. Und er erzählt von Militärs in russischen Krisenregionen und Ärzten auf 5000 m Seehöhe.
Und dennoch ist „Seven Summits“ ein Buch, der stumme Lehrer in den Mittelpunkt rückt: die Berge. Ihnen bringt der Extremradsportler Wolfgang Fasching seine ganze Hochachtung und Ehrfurcht entgegen und charakterisiert auch jene Eigenschaften, die ihm halfen, ein wichtiges Projekt erfolgreich abzuschließen: „Mut, Vertrauen, Geduld, Respekt, Konzentration, positives Denken, die Rahmenbedingungen haben mich nicht nur gut auf die „Seven Summits“ gebracht, sondern auch wieder heil nach Hause.“
Mit einem Vorwort von Bergsteiger-Legende Pat Morrow.




