Am Ziel meiner Träume: 23. Mai, 13 Uhr. Eigentlich sollte ich gerührt sein. Erich Gatt und ich schütteln einander die Hand. Wir stehen auf 8.848 Meter, am Gipfel des Mount Everest, am höchsten Punkt der Welt, und lächeln. In diesem Moment gibt es niemanden, der auf uns herabschauen könnte. Von Gott abgesehen.
Drei Jahre lang habe ich von diesem Moment geträumt, hatte unzählige Bücher gelesen und mir krampfhaft vorgestellt, wie man sich da oben fühlt. In der Todeszone. Deine Gedanken werden langsam, deine Beine schwer. Aber nichts dergleichen passiert. Die Sauerstoffmaske gibt mir Energie. Ich fühle mich gut. Auch mein Kopf arbeitet einwandfrei: „Wir haben erst Halbzeit, müssen zurück ins Lager zwei, noch kann viel passieren“, sage ich zu Erich.









